Töttelstädt

1818 Anfang Januar wird Hey zum Pfarrer ernannt . Am 14. April wird er der Gemeinde vorgestellt, zu Pfingsten ordiniert und tritt dann sein Amt an. Wilhelm Hey zieht nach Appelstedt.

1819 Am 24. April feiern Wilhelm Hey und Auguste Grosch Hochzeit. Die Trauung vollzieht Wilhelms Bruder Karl in der Kirche zu Töttelstädt.

1824 15. Juni: der Großteil des Dorfes Töttelstädt ist in Asche gelegt. Um 7 Uhr brach das Feuer hinter der Gemeindeschenke aus. Noch vor 10 Uhr waren 79 Wohn- und Wirtschaftsgebäude, dazu die Kirche, zwei Schulhäuser und das Brauhaus den Flammen zum Opfer gefallen. Hey selbst wurde durch den Verlust seiner Wirtschaftsgebäude in Mitleidenschaft gezogen.

1825 Am 20. Dezember wird die neue Kirche in Töttelstädt eingeweiht.

1827 Am 04. August stirbt Auguste Hey in Töttelstädt. Erst vor sieben Wochen wurde sie 37 Jahre alt. Wilhelm Hey hatte sich kurz vorher um die in Gotha vakant gewordene Hofpredigerstelle beworben, um der Familie und dem Arzt seiner Frau nahe zu sein. Nach einer Gastpredigt beruft ihn der Herzog auf diese Stelle.

Im Herbst verarbeitet Hey seine Gedanken an die geliebte Frau in sieben Gedichten, die er “Blumen auf meiner Auguste Grab” überschreibt. Später findet man aus jenem Trauerjahr noch einen Zyklus von acht Gedichten, die Heys Biograph Theodor Hansen als “Nachruf an Augustes Sterbelager” bezeichnet.